Antike – Die Königinnen vom Nil – Teil 1/3 – Doku
Der Begriff Pharao geht auf das ägyptische Wort „Per aa” („großes Haus”) zurück, das ursprünglich weder ein Herrschertitel noch ein Eigenname, sondern die Bezeichnung für den königlichen Hof oder Palast war. Die Verwendung von „Pharao” bezüglich der Person des Königs kam erst im Neuen Reich ab Thutmosis III. auf, dennoch war danach diese Titulierung des Königs von Ober- und Unterägypten nicht die Regel und kaum Teil des offiziellen Protokolls. Im Koptischen — der letzten Sprachstufe des Ägyptischen — ist es dann das normale Wort für König. In der hebräischen Sprache der Bibel werden mit „Pharao” anachronistisch alle Könige des Alten Ägypten bezeichnet. Ebenso benutzen zahlreiche Ägyptologen das Wort „Pharao” für alle ägyptischen Herrscher, obwohl der Titel „König” zumindest bis Siamun die korrekte Form wäre. Siamun war der erste Herrscher, der „Per aa” als Königstitel trug. Er regierte in der dritten Zwischenzeit als sechster König der 21. Dynastie. Wikipedia trägt diesen Konventionen Rechnung: Jeder Regent, der während des Zeitraums von der Prädynastik bis Siamun herrschte, erhält als Erstnennung den Begriff „König”, gefolgt von der in Klammern gesetzten Bezeichnung „Pharao”. Für die Folgezeit wird nur noch die alleinige Benennung als „Pharao” verwendet . Abgesehen von der kompletten fünfteiligen Königstitulatur führen die altägyptischen Texte auch weitere Benennungen beziehungsweise sogenannte Beinamen des Königs auf. Diese sind sowohl innerhalb seiner Titulatur als …
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